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Lang ist’s her

Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen der Dateiname nur acht Zeichen (oder waren es zehn?) lang sein durfte und er somit alles andere als aussagekräftig war. Man musste mit Abkürzungen arbeiten, von denen man häufig nach einiger Zeit nicht mehr genau wusste, was sie bedeuteten. Lästig!

Seit einigen Jahren dürfen Dateinamen jedoch länger sein. Ein Segen! Dennoch gibt es bei der Vergabe eines Dateinamens ein paar Dinge, die ich persönlich sehr wichtig finde.

Word, Excel oder sonstiges

Du würdest – wenn du dürftest – auf meinem Computer keine einzige Datei finden, die im Dateinamen den Zusatz „Word“ oder „Excel“ oder ähnliches enthält. Es ist absolut überflüssig, im Dateinamen zu nennen, mit welchem Programm eine Datei erstellt wurde, da dies ja aus der Endung ersichtlich ist. Dateien mit dem Namen „Excelliste Monatsübersicht.xlsx“ oder „Word Brief an Versicherung.docx“ sind in meinen Augen eine Katastrophe.

Wer war’s?

Ähnlich überflüssig finde ich persönlich, den Namen des Autors im Dateinamen aufzugreifen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel! Wenn ich nur mit meinem Computer arbeite, nutzt es mir absolut gar nichts, wenn ich die Datei „Monatseinkünfte Sonja Krebs.xlsx“ nenne. Denn ich weiß ja, dass es um MEINE Einkünfte geht.

Auch in Dateien, die ich für meine Kunden erstelle, hat mein Name überhaupt nichts verloren. Der Name des Kunden/der Kundin unter Umständen schon. Allerdings bevorzuge ich es, Ordner mit dem Namen meiner Kunden anzulegen und innerhalb des Ordners die Datei ohne den Kundennamen abzuspeichern. Also:

C://Dokumente/Kunde 1/Monatseinkünfte.xlsx

Im übrigen steht der Autor auch immer in den Eigenschaften der Datei, falls jemand Wert darauf legt.

Und im Team?

Auch unter Kolleginnen und Kollegen hat die Nennung des Autors im Dateinamen ein „G’schmäckle“. Es wirkt als wollte der Autor oder die Autorin sagen: „Seht her, was ich für eine tolle Datei erstellt hab. Das ist meine und ihr dürft sie gerade mal benutzen, aber niemals etwas daran ändern oder sie als eure Idee ausgeben!“ Mir ist bewusst, dass dies überspitzt formuliert ist, aber ich finde, es fühlt sich genau so an.

In einem guten Team sind die Zuständigkeiten geklärt und jeder erstellt eben die Dateien, die er für seine Arbeit braucht. Hat der Urheber der Datei das Bedürfnis, seinen Namen im Dateinamen mit aufzuführen, weil er Angst hat, dass ein Kollege ihm sein Werk „klaut“ und als seine Idee ausgibt, dann sollte er entweder seine Ängste in den Griff bekommen (sofern die Angst unbegründet ist, weil er lauter nette und teamfähige Kolleginnen und Kollegen hat) oder er sollte über einen Jobwechsel nachdenken (wenn die Gefahr des Ideenklaus wirklich besteht).

Worauf legst du wert, wenn du Dateien benennst?