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Abwechslungsreiche Aufgaben

Die Arbeit als VPA ist in der Regel schon allein dadurch abwechslungsreich, dass man Kundinnen und Kunden aus vielen verschiedenen Bereichen hat. Und selbst, wenn man sich in einer Nische platziert hat und sich der Kundenstamm ausschließlich aus einer bestimmten Berufsgruppe zusammensetzt, hat man es doch trotzdem mit bunten Persönlichkeiten und unterschiedlichen Anforderungen zu tun.

In den letzten Jahren habe ich viele klassische Aufgaben erledigt, wie zum Beispiel das Verbuchen von Geldeingängen oder das Erstellen von Mietverträgen für eine Ferienwohnung. Aber ab und zu hat sich auch ein außergewöhnlicher Auftrag eingeschlichen. Von meinem bisher unterhaltsamsten Auftrag möchte ich heute erzählen.

Valentinstag 2010

Es war im Jahr 2010 und ich war noch nicht allzu lange im Geschäft. Meinem Kunden mit Sitz in Österreich ist am 13. Februar spät abends eingefallen, dass er seine Freundin mit einem Valentinstagsgeschenk überraschen könnte.

Am Morgen des 14. Februar hatte ich also eine Mail in der Mailbox, in der er mich bat, mich um ein Geschenk zu kümmern. Es sollte ein kleines Spielzeugauto sein (eine spezielles Modell, da es sie wohl verband), eine Kleinigkeit zu naschen und ein paar Blumen. Das Geschenk sollte via Kurier zu ihr ins Büro geliefert werden.

Helfer finden

Ich musste also Verbündete finden, um den Auftrag zu erledigen. Ich begann, im Umkreis des Lieferortes Spielwarengeschäfte, Blumenläden und Supermärkte zu recherchieren. Nacheinander telefonierte ich sie ab, ob sie denn theoretisch für so eine Aktion überhaupt zu haben wären und wie sie mir helfen könnten. Zum Glück fand ich überall motivierte Mitarbeiter, dich sich bereit erklärten, Amor zu spielen.

Im nächsten Schritt fand ich einen Kurier. Nachdem ich auch noch die Route recherchiert hatte, auf welchem Weg er am besten alle Einzelteile einsammeln sollte, erklärte ich ihm das Vorgehen.

Aufträge vergeben

Danach rief ich nochmal alle Verbündeten an und vergab die Aufträge:

Im Spielwarenladen verpackte man das Modellauto in Geschenkpapier und schrieb eine Glückwunschkarte dazu.

Im Blumenladen band man einen Blumenstrauß nach meinen Angaben.
Außerdem erklärte man sich bereit, schnell zum Supermarkt auf der anderen Straßenseite zu huschen, ein paar Trüffel zu besorgen und diese ebenfalls an den Strauß zu binden.

Der Kurier fuhr die besprochene Route ab und sammelte das Geschenk und die Blumen samt Schokolade ein.

Finale

Der Kurier übergab das Überraschungsgeschenk an die Freundin und mein Auftrag war erledigt. Leider war ich bei der Übergabe nicht live dabei. Ich hätte doch zu gerne ihr Gesicht gesehen.

Den Kunden begleitete ich noch einige Zeit auf seinem Weg, doch irgendwann hatte er so viel zu tun, dass er sich eine fest angestellte Assistentin vor Ort leistete. Vielleicht liest er ja zufällig diesen Beitrag und erinnert sich an diesen denkwürdigen Valentinstag. Herr T., ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie sind immer noch mit der Freundin (inzwischen vielleicht sogar Ehefrau) zusammen.